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  cmd – behandlung, wenn kopf und rücken schmerzen
  Die „craniomandibuläre Dysfunktion“ ist in ihrem Erscheinungsbild so kompliziert wie ihre Bezeichnung selbst. Im engeren Sinn fasst sie eine Vielzahl klinischer Beschwerden im Kiefer- und Kopfbereich zusammen.

Im weiterführenden Sinn, ist die im Folgenden kurz „CMD“ genannte Erkrankung, ein Schlüsselsymptom für viele und schmerzhafte chronischer Erkrankungen im muskuloskelettalen System alle Knochen, Sehnen, Bänder, Muskel und Nerven betreffende Gewebe).

Dabei scheinen chronische Schmerzen ein verstärktes Merkmal der heutigen Zeit zu sein. Eine der häufigsten Erscheinungsform, ist der chronische Kopf- oder Rückenschmerz. Bei der weit gestreuten Informationsflut zu dem Thema Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen, finden sich aber erstaunlicherweise nur selten Hinweise auf einen möglichen „CMD“-Auslöser.

Nicht viel anders verhält es sich bei chronischen Schmerzen im Schulter- Nackenbereich, im Bereich der Wirbelsäule, sowie der Hüft- und Kniegelenke. Im Wissen um die Abhängigkeit sämtlicher Gelenke voneinander, wird verständlich, dass ein erkranktes oder fehlgestelltes Gelenk, bei längerer Störung, die Beschwerden nicht auf den Ort der Erkrankung beschränken wird.

Im Extremfall kann schon die falsche Schuhwahl zu einer Fehlstellung der Füße führen, was wiederum eine Fehlbelastung der Kniegelenke nach sich zieht, und das wird bei chronischer Entwicklung mit einer deutlichen Reaktion der Hüfte quittiert.
So kann sich die Kaskade des chronischen Schmerzes über die Wirbelsäule fortsetzen, bis zu den Kiefergelenken, die das oberste Gelenk des Skeletts bilden.
Das menschliche Kiefergelenk weist dabei zwei sensible Besonderheiten auf:
Zum dem Einen ist der Innenbereich unseres Ohres von dem hinteren Bereich der Kiefergelenkbahn nur durch eine hauchdünne Knochenplatte getrennt.
Wird also der innere Teil des Ohrs durch eine falsche Kiefergelenksfunktion zu sehr unter Druck gesetzt, ist es nur verständlich, dass das Ohr darauf unangenehm reagieren kann. Das können im Extremfall Schmerz oder Ohrgeräusche (Tinnitus) sein. Diese vermeintlichen Ohrenschmerzen die gar nicht vom Ohr ausgelöst werden, nennt man nach ihrem Entdecker „Costen-Syndrom“. Die zweite Besonderheit unseres Kiefergelenks ist, dass es als das einzige Gelenk im menschlichen Körper nicht knöchern fixiert ist, sondern in einer mehr oder weniger strammen Muskelschlinge in einer knöchernen Gleitbahn geführt wird.
  Das gibt den Unterkieferzähnen, die über den unteren Kieferknochen mit dem Kiefergelenk verbunden sind, viele mehr oder weniger gute Kontaktmöglichkeiten mit den Gegenzähnen des Oberkiefers. Welche Position letztlich unser Unterkiefer einnimmt, ist eine Frage der physischen und psychischen Gewohnheiten, die wir im Laufe unseres Lebens annehmen.

Dieser verändernde Verhaltenskomplex setzt sich aus drei elementaren Einflusssäulen zusammen:
  • Eine unphysiologisch veränderte Körperhaltung, die durch die oben beschriebenen Faktoren ausgelöst werden kann.
  • Eine unphysiologisch veränderte Kieferhaltung, die durch fehlende Zähne, eine fehlerhafte Veränderung an den Zähnen oder dem Zahnersatz, oder durch kieferorthopädische Behandlung erfolgte.
  • Einem verbreiteten Merkmal unserer heutigen Zeit, der chronisch psychischen Anspannung. Der hier ausgelöste Stress, kann nicht nur die Magennerven besonders belasten, sondern die angestaute Anspannung wird oft über die Kaumuskulatur mit den Zähnen abgearbeitet.
Das bedeutet aber, dass diese antrainierte Körperhaltung und die antrainierte Unterkieferposition nur in dieser Abhängigkeit zusammenpassen. Muss ein krankhaft verändertes Zusammenpassen zwischen Kiefer- und Körperhaltung behandelt werden, wird nur die gemeinsame Therapie beider Probleme einen dauerhaften Behandlungserfolg ermöglichen, da der unbehandelte Teil des Schmerzgeschehens in den meisten Fällen für einen Rückfall sorgt.
 


Dabei muss man aber akzeptieren, dass nicht jede Veränderung in unserem Körper als Krankheit zu verstehen ist. Darüber hinaus kann jede Form des körperlichen und psychischen Stresses über einen gewissen Bereich kompensiert und ausgeglichen werden. Wie lange das möglich ist, ist eine Frage der individuellen Belastungsgrenze. Wird diese Belastungsgrenze überschritten, kann der Körper Fehlfunktionen nicht mehr kompensieren, dann ist Schmerz ein für jeden verständliches Alarmzeichen.

Je nachdem wo der Schmerz auftritt, ist nach dem Besuch beim Hausarzt die Vorstellung beim H-N-O-Arzt oder Orthopäden erforderlich. Sollte hier kein eindeutiges Krankheitsbild zu erkennen sein, oder sich die Beschwerden als Behandlungsresistent erweisen, muss an eine „CMD“ gedacht werden.
Dabei ist es unerheblich ob die „CMD“ durch eine Kieferfehlstellung Nackenbeschwerden hervorruft oder der Auslöser umgekehrt funktioniert. Beide Probleme müssen im Sinne einer ganzheitlichen Medizin interdisziplinär und gemeinsam behandelt werden.

Da es sich bei der „CMD“ um kein sich klar abzeichnendes Krankheitsbild handelt, wird die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt, der sich für die „CMD“-Therapie fortgebildet hat, die häufigsten diesbezüglichen Hinweise ergeben. Nach Abklärung eventuell notwendiger Konsiliarbehandlung, wird dem Bereich der Physiotherapie und Krankengymnastik eine Schlüsselrolle in der interdisziplinären „CMD“- Behandlung zukommen, weil Bisslagekorrektur und Wiederherstellung einer gesunden Körperstatik ein gemeinsames Erfolgsmodell sind.

Wir beraten Sie gern, fragen Sie ruhig, wenn Sie ein unerkanntes Problem vermuten.

 

     
   
 
 
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